Am KIT studieren

Auswahl der Kurse

Wenn das Praktikum erledigt ist, beginnen die ernsten Sachen: die Kurse am KIT. Das erste, was zu tun ist, ist diese auszuwählen… aus den Hunderten von Kursen und den etwa fünfzig Schwerpunkten. Dazu müsst ihr das Modulhandbuch des Master Maschinenbaus (http://www.mach.kit.edu/1572.php) durchblättern, 900 Seiten lang, die Bibel des KIT-Studenten. Keine Panik, wir haben versucht, die interessanten Informationen auf dieser Seite zu sammeln. Informationen zu den Kursen, die von Studenten in den vergangenen Jahren belegt wurden, findet ihr im Karlinsa Forum.

Seit vorsichtig, die Richtlinien werden sich wahrscheinlich weiterentwickeln, daher sind die folgenden Angaben mit Vorsicht zu genießen, sollten aber zumindest in den Grundzügen gültig bleiben.

Zunächst einmal ein Wort zum deutschen Modell. Das KIT ist eine Universität und keine Ingenieursschule, was mehr Freiheit bei der Wahl der Kurse und einen weniger vollen Stundenplan bedeutet. Das Semester gliedert sich in zwei Teile: eine viermonatige Vorlesungszeit und eine zweimonatige Wiederholungs- und Prüfungszeit (und ggf.Ferien). Die Anmeldung zu den Prüfungen erfolgt am Ende der Vorlesungszeit, also ein Paar Wochen/Monate vor der Klausur.

In erster Linie gibt es zwei Kurse, bei denen die Wahl leicht fallen wird, weil sie verpflichtend sind: Methoden und Prozesse der Produktgenerationsentwicklung (PGE) und Produktentstehung-Bauteildimensionierung (PE-B), die beide im Sommersemester stattfinden. Ersteres ist ein Kurs über Projektmanagement für Produktentwicklung und Innovationstechniken. Um das Semester zu erleichtern, ist es möglich und sogar empfehlenswert, es im Wintersemester mit Hilfe der Vorlesungsfolien vorzubereiten. Das zweite Fach PE-B ist eine Vertiefung in die Festkörpermechanik mit dem Ziel der Dimensionierung von Bauteilen (wer hätte das gedacht :D), also “RDM” aber fortgeschrittener, sie erfordert eine Menge Arbeit.

Wahlpflichtmodul Maschinenbau

Das Wahlpflichtmodul Maschinenbau besteht aus zwei Fächern, die aus einer umfangreichen Liste ausgewählt werden können, für jeweils 4 ECTS. Dies ist eine Gelegenheit, ein Thema zu wählen, das euch interessiert, auch wenn es ein wenig außerhalb des reinen Maschinenbaus liegt.

Grundlagen und Methoden der Vertiefungsrichtung

Die Grundlagen und Methoden der Vertiefungsrichtung bestehen ebenfalls aus zwei 4 ECTS-Fächern, die dem Wahlpflichtmodul sehr ähnlich sind, allerdings mit einer eingeschränkteren Auswahl. Wir dürfen allgemeiner oder theoretischer Maschinenbau wählen.

Schwerpunkte

Die Schwerpunkte (SP) sind eine Reihe von Themen, die eine Spezialisierung darstellen. Es gibt etwa 50 davon, sodass für jeden etwas dabei ist. Für jeden Schwerpunkt wird eine Liste von Themen vorgeschlagen, die ihr auswählen müsst, um :

– 8 ECTS oder mehr an Kernfächern zu haben, die mit einem K auf der Liste gekennzeichnet sind. Die KP (oder Kernpflicht) sind für den jeweiligen SP pflicht.

– 8 ECTS an Erganzungsfächern (E) zu haben.

Die beiden Schwerpunkte müssen von der Prüfungskommission validiert werden, bevor die Prüfungen abgelegt werden können. Dazu müssen die ausgewählten Lehrveranstaltungen in den Schwerpunktplaner (http://www-2.mach.kit.edu/srmach/spplan_ma_v3.php) eingetragen werden. Das erhaltene Dokument muss im Studienbüro abgegeben, nach der Validierung abgeholt und beim schwerpunktverantwortlichen Institut eingereicht werden.

Ein letzter Punkt, über den ihr bei der Wahl eines Kurses nachdenken solltet, ist die Balance der Semester. Es ist gut, sich nicht in einem Semester zu überlasten und im anderen sehrt wenige ECTS zu schreiben, aber wenn ihr das Beste aus eurem Sommer machen wollt, würden wir euch empfehlen, im Wintersemester etwas mehr Kurse zu belegen, falls sich das anbietet.

Wenn ihr alle Kurse ausgewählt habt, müsst ihr überprüfen, ob sie sich nicht zu sehr überschneiden oder überlappen. Dazu könnte ihr auf http://www.campus.studium.kit.edu nachschauen. Dort sind alle Kurse aufgelistet. Die Franzosen sollten nicht vergessen, die DSH-Vorbereitungskurse in diesen Plan aufzunehmen 😉.

Zum Schluss: ein Wort zu den Prüfungen…

Die Art der Prüfung (mündlich oder schriftlich) ist in der Kursbeschreibung im Modulhandbuch angegeben.Scheut euch nur nicht vor mündliche Prüfungen! Sie werden meist besser benotet als schriftliche Prüfungen. Sie haben zwei weitere Vorteile: ihr habt meist die Wahl zwischen mehreren Terminen mit dem Prof (was euch eine freie Wahl des Termins ermöglicht), und im Falle eines sprachlichen Missverständnisses könnt ihr ihn/sie bitten, umzuformulieren. Die Prüfungen sind anders als in Frankreich und erfordern in der Regel etwas mehr Vorbereitung. Eine gute Faustregel ist, dass ihr vor einer Klausur eine Woche Zeit einplanen solltet, damit ihr euch in Ruhe vorbereiten können. Manche Klausuren verlangen weniger Zeit, manche mehr, aber das seht ihr schon selber.